Die Schäferin vom WeidenHof

Nebla und die Nebelschafe

Jährlinge suchen ein neues Zuhause

Wir haben 13 wunderschöne Moorschnuckenjährlinge abzugeben. Da wir uns betrieblich weiterentwickeln wollen und unsere Schafherde sehr produktiv war, müssen wir uns schweren Herzens von den jungen Damen trennen.

Geboren in 2017 (Feb/März) haben sie sich unter guter Pflege zu stattlichen Mädchen heranentwickelt. Auf den Aufbau eines stabilen Immunsystems wurde Wert gelegt. Fachgerechtes Parasitenmanagement erfolgt, mineralische Versorgung mit Selen, Cobalt, Kupfer sorgsam gegeben. Die letzte Kotprobe vom Januar ergab, dass sie „sauber“ sind. Sie sind nicht tragend, da ich meine Mutterlämmer erstmal über den zweiten Sommer bringe und sie körperlich und geistig erwachsen werden lasse, bevor sie zum Bock dürfen.
Vom Wesen her sind sie natürlich Moorschnucken, mit allem, was eine Schnucke zu bieten hat. Allerdings kennen sie versorgende Menschen, die mit Tierverständnis und Einfühlungsvermögen agieren. Eine von ihnen ist daher schon fast ganz handzahm. Einige von Ihnen hätten in meiner Mutterherde ihren Platz einnehmen sollen. Da sie jetzt aber woanders groß werden dürfen, suche ich einen Platz, an dem sie genauso verantwortungsvoll und tierfreundlich aufgenommen werden. Bei weiterer guter Pflege werden sie bestimmt zu guten, großen Muttertieren, die viel Freude machen.

Am liebsten gebe ich sie in der Gruppe ab (Schnuckenwesen), mehr als einmal würde ich die Gruppe nicht teilen. Ob in einer großen Herde oder bei einem Hobbyschafhalter ist letztlich nicht ganz so wichtig. Sie würden beides gut machen. Allerdings möchte ich sie nur dahingeben, wo sie es gut haben.

Das wäre meine Favoritin dieses Jahr geworden. Eine Tochter von Esther mit wunderschönen Augen. Ihre große Schwester Edda ist gerade zum ersten mal tragend und ist ein wild-unabhängiges cooles Schaf….

Liebhaberei und Naturschutz durch nachhaltige Wirtschaftsformen sind oft nicht leicht mit Wirtschaftlichkeit zu vereinen, wer von den Weidetierhaltern kennt das nicht selbst? Zusätzliche Schwierigkeiten in der Haltung durch Bürokratie, fehlende Unterstützung/Anerkennung und anderes (…) erleichtern die Situation nicht gerade. Unsere kleine Herde auf dem WeidenHof hat nun beschlossen, andere Wege einzuschlagen. Nebla, die Urmutter der Schafherde und Hüterin der Schafgesetze und ich haben einen Abend gemeinsam beratschlagt und sind zu dem Schluss gekommen, dass man auch als Schafherde nicht immer auf den selben eingetretenen Wanderwegen gehen muss. Mit einer verantwortungsvollen Schäferin kann man auch mal Neues wagen…. Aufregend ist das und Ihr werdet hier im Blog an entsprechender Stelle auch unbedingt davon erfahren, aber jetzt ist erstmal Lammzeit und unser Augenmerk liegt auf gesunden und munteren minikleinen Schäfchen und Nebla muss die neuen Pläne noch durchkauen…. Also… pssst!

Noch WeidenHof-Sonne genießen, bevor es auf die große Reise geht…

Wer Interesse hat, meldet sich gerne hier in der Kommentarfunktion (ich möchte das nicht gerne über facebook) oder über das kontaktformular unserer website (www.weidenhof.de) oder einfach bei info@weidenhof.de, ich melde mich alsbald zurück. Alles Weitere dann persönlich. Ich werde die Mädchen auch nicht einfach so verkaufen. Sie sollen weder Schlachttiere werden, noch irgendwo „abgestellt“. Wer Interesse an vielversprechenden Jährlingen hat und daraus gute Muttertiere machen möchte, der sei herzlich willkommen, sich die Tiere auch anzuschauen.
Die Fotos zeigen die Mädchen noch in der großen Herde, wo zum Vergleich auch tragende Muttertiere und Erstlingsmütter (also die Jährlinge vom letzten Jahr) dabei sind.

die blauen Pfeile markieren die Mädchen, um die es geht. Zum Vergelich stehen nebenan Jährlinge, die zum ersten mal tragend sind und alte Muttertiere…

große Milchschafe stehen auch in der Herde. Meine „kleinen Mädchen“ sind also nicht ganz so klein…

blau: Mädchen                                                                                                                 rot: tragende Jährlingsdame. Da geht es hin, wenn sie im kommenden Sommer gut gepflegt werden

Noch so eine Hübsche. Favoritin Nr. 2

mal eine Hinteransicht… Die gescheckte in der Mitte ist ein Milchschaf, eine meiner Gnadenbrot-omas

geht´s los? Fertig zum Abmarsch…..

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Diese Mädchen haben einen sehr netten neuen Schäfer gefunden. Bzw. er hat uns gefunden. Und dann die Mädchen alle zusammen mitgenommen. Achja. Herzschmerz war schon dabei. Ich habe sie alle nochmal herausgeputzt, schön gemacht, Vitamine gegeben, Klauen gepflegt, Wurmkur gegeben. Dadurch hatten wir noch einmal ganz intensives WeidenHof-Schäfern. Tolle Mädchen sind das. Allesamt gute Kondition und von tollen Müttern. Fast hätte ich sie doch nicht hergegeben.

Aber Nebla und ich haben ja neue Wege beschlossen. Und da wir beide einen guten Eindruck vom neuen Schäfer hatten, hat Nebla ihr OK gegeben. Jetzt hoffe ich einfach, dass sie sich am neuen Ort gut einleben, sie werden ja gut versorgt – und ich wünsche ihnen und ihrem neuen Schäfer sehr, dass sie im nächsten Winter alle gute, schöne Muttertiere werden, Lämmer machen, die dick und puschelig wie Schäfchenwolken sind und ein zufriedenes Leben als Landschaftspflegeschafe haben. Macht´s gut Mähdels…

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